Döberl und Hasinger

ein bairisches Musikkabarett zum Tag der Muttersprache

Die Gemeindebibliothek Burgkirchen a. d. Alz und der „Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn“ veranstalteten gemeinsam das Musikkabarett „Bissig-boshafter Bayern-Folk“ im Lesecafé der Bücherei. Thomas Geigenberger von der Bücherei begrüßte erfreut über den guten Besuch die Gäste, die durchwegs nicht dem allgemeinem „Bayernklischee“ entsprachen. Franz Eckl vom „Verein Bairische Sprache“ begrüßte das Publikum „auf guat Boarisch“, erzählte einiges über den Verein und warb für unsere Sprache.

Hier stellt sich die Frage, geht des zamm „Folk und de boarische Sprach“? Ja, bei Döberl und Hasinger geht das! Die zwei sind unverwechselbar, ob sie über Extremtouristen. Randsportarten, Familienaffären oder über das scheinbar ganz normale Leben in einem bayerischen Dorf singen: Immer tun sie es mit einer gewissen Liebe zur bairischen Sprache und einer gehörigen Portion schwarzen Humors „echt bairisch hoit“; das gilt auch für die Überleitungen, die meistens zum „krank lacha“ sind .Sie beiden animieren die Zuschauer zum Mitmachen oder besser zum Mitsingen. Wenn es oberpfälzisch wird; wie etwa „Wann ma mou dann mou ma“ dann wirkt das fast schon afrikanisch. Oder das Lied „Scheng vui“ wirkt auf den ersten Blick japanisch, ist es aber dann doch nicht:

Wos kaf ma an Buam bloß zu seim achten Geburtstdog?

Hod eh scho ois dreifach!

Wenn ma wos schenga dann scheng ma gscheit,

weil ma se dann ja vui länger gfreit !

Ma muaß se scho wos ausdenga heit!

Die ungebrochene Schengeritis heutzutag wird hier angeprangert.

Ein kabarettistischer Höhepunkt war die Wahlkampfrede, man meinte man wäre mitten in einer Wahlveranstaltung; das war einfach große Klasse. Ihr umfangreiches Instrumentenrepertoire reichte von der Gitarre, über das Akkordeon, das Altsaxophon, die Mandoline, die Mundharmonika bis zum Bass. Gesungen haben sie alles auf bairisch. Hund sans scho, der Döberl und der Hasinger und grad schee wars!

Franz Eckl